Neue Trainer B und neue Dangrade!

 

Doppelten Grund zur Freude hatten die Judoka des Lüner SV am vergangenen Wochenende: Vier glückliche Dan-Träger und zwei ausgebildete Selbstverteidigungslehrer dürfen sie seitdem in ihren Reihen zählen.

Zunächst ging es zur Dan-Prüfung nach Hagen. Sechs Monate intensive Vorbereitung und zahlreiche Lehrgänge hatten Jörg Schönfeld, erster Vorsitzender des LSV, sein Stellvertreter Axel Hadac, Markus Wagner und Mirko Püntmann hinter sich, ehe sie sich den beiden Prüfungskommissionen stellten. 

 

Je höher der Dan, desto theorielastiger die Prüfung, das zeigte sich auch an den Anforderungen, die an die Lüner gestellt wurden: So mussten

Markus und Mirko für den ersten Dan eine Kata, die aus fünf Technikgruppen mit drei Würfen je rechts und links besteht, sowie ein Stand- und

Bodenprogramm demonstrieren, da der erste Dan zeigen soll, dass man als Judoka in der Lage ist, seinen Gegner zu werfen. Etwas mehr

Theorie hatte Jörg in seinem Prüfungsprogramm zum zweiten Dan, auf der Matte ging es dann sowohl um praktische als auch theoretische Kenntnisse.

 

Beim dritten Dan schließlich wird davon ausgegangen, dass ein Judoka auf solch einem Niveau werfen kann, sodass hier in die Materie

Judo und deren Theorie eingetaucht werden kann. Axel stellte sich dieser Herausforderung.

 

 Trotz Nervosität und knapp fünf Stunden auf der Matte konnten sich die vier am Ende

 über eine bestandene Prüfung freuen. Zufriedene Gesichter auf Seiten der Prüfer und

 ein deutliches Lob für ihre Leistungen gab es für Axel und Jörg, die sechs

 Monate Vorbereitung haben sich also ausgezahlt.

 Mit den neuen Schwarzgutträgern Markus und Mirko (erster Dan) und den beiden

 höher Graduierten Jörg (zweiter Dan) und Axel (dritter Dan) hat der Lüner SV Judo

 nun neun Danträger in seinen Reihen, eine ordentliche Zahl, die in den kommenden

 Jahren noch weiter wachsen wird, schließlich stehen die nächsten Braungurtträger

 schon in den Startlöchern zur Dan-Vorbereitung.  

 

 

 

  

 

   

  Neben den erfolgreichen Prüfungsergebnissen kann der LSV ab sofort auch

  zwei neue Selbstverteidigungslehrer im Training einsetzen.

 

  15 Lehreinheiten lang  beschäftigten sich Jörg Schönfeld (zweiter Dan)

  und Manfred Tkotz (vierter Dan) innerhalb ihrer

  Trainer-B-Ausbildung damit, was Gewalt ist und wie man sich selbst  davor

  schützen kann. Schlag-, Stock- und Tritttechniken und

  wie diese Methoden angewendet werden sowie der Umgang mit Widerständen und sich verändernden Bedingungen standen dabei

  auf dem Programm. Ungewohntes Terrain für die Judoka, die bei ihrem Training sonst eher den „sanften Weg“ befolgen, so die

  deutsche Übersetzung von Judo. Eine Hausarbeit und eine Lehrprobe mussten die beiden abgeben und  eine Prüfung bestehen,

  ehe ihnen der Schein des Selbstverteidigungslehrers übergeben wurde. 

 

Geleitet wurde der Lehrgang von Mario Staller, Doppel-Weltmeister im Ju-Jutsu, von Beruf Polizeibeamter und der Experte für Selbstverteidigung   im deutschen Judobund, sowie Ralf Lippmann, Ausbildungsleiter des deutschen Judobundes, die so manchen Teilnehmer gehörig ins Schwitzen brachten.

 

Der Lehrgang ist Teil der Trainer-B-Ausbildung und wird zentral in Köln durchgeführt. Bereits im Frühjahr hatten Jörg Schönfeld und Axel Hadac den Trainer-B Gewaltprävention erfolgreich abgeschlossen, der mit dem Selbstverteidigungsschein eng verbunden ist.

 

Die Kenntnisse aus der erfolgreichen Ausbildung sollen schon bald das Training des LSV bereichern und in Form von Selbstverteidigungskursen weitergegeben werden.

Die Lüner Judoka sind somit auf einem guten Weg, ihr Training noch weiter zu verbessern und den Mitgliedern ein abwechslungsreiches Angebot bieten zu können.